Traditionen und Bräuche in der Weihnachtszeit:

 

Weihnachten läuft zwar in jeder Familie anders ab, doch es gibt viele gemeinsame Traditionen und Bräuche. Hier geht es nun speziell um die Bräuche in der Weihnachtszeit.

 

Dekoration

 

 

Der Weihnachtsbaum gehört zu den bekanntesten Elementen des Weihnachtsfestes, obwohl er keinen christlichen Ursprung hat, sondern bereits bei der Wintersonnenwende eingesetzt wurde. In einigen Familien wird der Weihnachtsbaum bereits im Laufe der Adventszeit aufgebaut und geschmückt. Andere Familien stellen ihn traditionell am Morgen des 24. Dezember auf. Der Weihnachtsbaum wird entweder am 6. Januar oder spätestens am 2. Februar (Lichtmess) abgeschmückt und entfernt.

 

 

 

 

 

Der Weihnachtsbaumschmuck ist heute auch zahlreich. Neben Glaskugeln, Strohsternen, Lametta (oder weniger gesundheitsschädliches) wird der Baum mit echten Kerzen oder Lichterketten und an der Baumspitze mit einem großen Stern, einem Engel oder einer Glasspitze geschmückt.

Krippe

 

 

Neben dem Weihnachtsbaum gibt in zumeist katholischen Familien eine Krippe. Dabei wird zumeist die Geburt Christi, manchmal aber auch andere Szenen aus Jesu Leben dargestellt.

 

 

 

 

 

An Heilig Abend arbeiten tagsüber noch zahlreiche Menschen, die Geschäfte in Deutschland haben noch auf und erzielen in der Regel Rekordumsätze, da noch Restgeschenke oder Lebensmittel für das Weihnachtsfest besorgt werden müssen. Nachmittags beginnen dann die ersten Gottesdienste, in denen der wohl bekannteste Weihnachtsbrauch, das Krippenspiel, präsentiert wird. Dabei wird die Weihnachtsgeschichte – zumeist von Kindern oder Jugendlichen – im Rahmen einen Gottesdienstes nachgespielt. Abends gibt es zumeist noch Abendmessen.

 

Weihnachtshamster

 

 

Die Bescherung, das wohl wichtigste Element für die Kinder, erfolgt zumeist nach dem nachmittäglichen Gottesdienst oder nach dem Abendessen, in manchen Gegenden auch nach der Messe am ersten Weihnachtsfeiertag. Dabei ist es unterschiedlich, „wer“ die Geschenke bringt: in einigen Gegenden ist es der Weihnachtsmann, in anderen wiederum ist es das Christkind.

 

 

 

 

Das Christkind wurde von Martin Luther eingeführt. Die damalige Praxis war, dass die Kinder am Nikolaustag am 6. Dezember beschenkt wurden. Da die Protestanten jedoch die katholischen Heiligen ablehnten, führte er das wohl aus dem Elsass stammende Christkind ein, das die Geschenke am 25. Dezember brachte. Erst ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts ersetzten auch Katholiken die Nikolaus-Geschenkpraxis durch die Bescherung an Weihnachten. Zunehmend wird jedoch auch das Christkind von dem Weihnachtsmann verdrängt. Der Weihnachtsmann wiederum geht auf den amerikanischen Santa Claus zurück. Der Weihnachtsmann stellt dabei eine Mischung aus dem gutmütigen Nikolaus und seinem bestrafenden Knecht Ruprecht (mit Rute) dar.