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Tradtionen und Bräuche in der Adventszeit In der Adventszeit haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Bräuche und Traditionen entwickelt. Einige der bedeutendsten Bräuche haben wir hier zusammengestellt.
Der wohl bekannteste Brauch ist der Adventskranz. An jedem Adventssonntag wird an einem Kranz eine Kerze angezündet. Dabei sollen die Kerzen und die im Verlauf der Adventszeit zunehmende Helligkeit auf die Ankunft Jesus Christus hinweisen, „das Licht der Welt.“ Der Adventskranz geht auf den evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der erstmals 1839 im Betsaal des Rauhen Hauses (einer diakonischen Einrichtung in Hamburg) einen Leuchter aus Holz mit 23 Kerzen aufbauen lies. 19 Kerzen standen für Werktage und waren rot, vier weiße Kerzen waren für die Adventssonntage gedacht. Im Laufe der Jahre sind die Kerzen für die Werktage weggefallen und das bekannte System der vier Kerzen für die Adventssonntage hat sich durchgesetzt.
Die heute noch gebräuchlichste Form des Adventskranzes besteht aus einem Kranz, geflochten aus Tannenzweigen, der mit vier Kerzen und weiterem Schmuck verziert ist. Mittlerweile gibt es aber auch zahlreichere moderne Versionen wie Edelstahlkerzenhalter mit Dekorationsmöglichkeiten. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Aber Vorsicht: So ein Adventkranz trocknet gegen Ende der Adventzeit aus und kann daher brennen. Nicht wenige Feuer entstehen gerade dadurch!
Ein weiteres Brauchtum ist der Adventskalender. Dieser reicht in der Regel vom 1. bis zum 24. Dezember. Nur noch selten finden sich Kalender, die die gesamte Adventszeit abdecken, die ja auch schon am 27. November beginnen kann. Der Ursprung des Adventskalenders ist nicht ganz bekannt. Man geht davon aus, dass er ursprünglich in den Familien selbst gebastelt und als Zählhilfe bis zu Weihnachten verwendet wurde. Der erste Adventskalender wurde 1904 produziert. Dabei handelte es sich um einen Bogen mit 24 Bildern, die man ausschneiden und auf einen Bogen mit 24 Feldern aufkleben musste. Etwa ab den 1920er Jahren gab es dann Adventskalender, die Türchen zum Öffnen hatte. Dahinter kamen dann Bilder zum Vorschein. In den 1950er Jahren wurden Adventskalender dann zur Massenware – anfänglich noch mit Motiven hinter den Türen, zunehmend aber auch mit geformter Schokolade.
Wer keine Lust hat, einen industriell hergestellten Adventskalender zu verschenken, hat unendliche kreative Möglichkeiten. Wir stellen Euch ein paar vor. Neben diesen wesentlichen Elementen der Adventszeit wird in dieser Zeit die Wohnung, das Haus, das Grundstück weihnachtlich geschmückt: schlicht mit Tannenzweigen, Nussknackern oder eher amerikanisch mit blinkenden Lichtern, Weihnachtsmännern und Engeln. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Besonders die Fenster werden in der Vorweihnachtszeit mit Lichtern geschmückt – besonders traditionell sind dabei die Lichterpyramide oder der Schwippbogen.
Was viele nicht wissen: Eigentlich ist die Adventszeit (genauso wie die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag) eine Fastenzeit. Doch mittlerweile wird dieses Fasten kaum noch umgesetzt. Im Gegenteil fängt in der Adventszeit auch die Backzeit an. Hier werden Plätzchen und vor allem Stollen gebacken. Auch hier ist die Auswahl zahlreich, so dass wir hier einige typische und einige sehr leckere Rezepte vorstellen.
Nikolaustag Ein besonderer Tag in der Adventszeit ist der Nikolaustag, der 6. Dezember. An diesem Tag werden in Strümpfen, Schuhen oder Stiefeln Süßigkeiten, Obst oder kleine Geschenke versteckt. Manchmal kommt ein als Nikolaus verkleideter Mann in die Familien oder auf entsprechende Feste. Historisch geht das Fest auf Nikolaus von Myra zurück, einem Bischof aus Kleinasien, der am 6. Dezember im 4. Jahrhundert gestorben ist. Vieles ist von Nikolaus von Myra nicht gesichert bekannt, um ihn und sein Leben ranken sich viele Legenden. Wesentlich ist auf jeden Fall, dass er viele gute Taten und dies vor allem für Kinder vollbracht hat. Deshalb wird er als Wohltäter der Kinder verehrt. Das Aussehen des heutigen Nikolauses ist wohl eine Mischung aus dem historischen Nikolaus (mit dem roten Mantel) und der Coca-Cola-Variante mit Zipfelmütze. Bischofsgemäß trug Nikolaus von Myra nämlich eine Mitra.
Geschenktipp: Kinder Bernsteinkette
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